feuerreiter Kurze Antwort: klar, kann man.
Lange Antwort: Ich fahre hier "Mischbetrieb" (natürlich nicht parallel!). 16S LiFePO4 System mit grob 16x 20Ah Rundzellen (könnten auch 18Ah sein, grob 1kWh), aus nem defekten Balkonkrafwerkspeicher ausgebaut und mit JK BMS versehen. Ladeendspannung ist bei LiFePO4 übrigens 58,4V (16x 3,65V). Am "wohlsten" fühlt sich ne LiFePO4 Zelle bei Nennspannung 3,2V - und diese Spannung wird auch sehr lange gehalten bei Ladung/Entladung (+- 0,1V) - so grob zwischen 20-80% Ladezustand. Dh. über die Spannungsanzeige am Antriebs-Display kannste den Füllstand nicht ablesen - die ist auf NMC Li-Ionen Technik ausgelegt, deren Spannungsverlauf beim Laden/Entladen recht linear zum Füllstand ist.
Dazu gibts noch nen DIY NMC Akku mit grob 1,1kWh - geladen wird beides mit im Strom von 2-20A einstellbaren Ladegerät und 58,8v Ladeendspannung. Beim LiFePO4 Akku schaltet das BMS entsprechend früh ab oder wenn ich aufpasse, unterbreche ich den Ladevorgang.
Ich hab LiFePO4 genommen, weil dat hier als "Schrott" rumgammelte 😉. Nen DIY Akku habe ich dann in NMC Akku-Chemie gebaut. Mit dem 52v 500W Bafang Nabenmotor im FaWoWa funzt beides recht gut.
Wie vom @Pfaelzerebiker schon geschrieben: man kann LiFePO4 auch mit weniger Zellen bauen - das vereinfacht die Defektlokalisation im Vergleich zu mehreren parallel geschalteten NMC Zellen.
Ich habe hier noch nen 44kg 5kWh LiFePO4 Server-Rack Akku stehen - und überlege schon, ob ich sowas nicht für den Antrieb im FaWoWa nutzen soll. Je höher das Gesamtgewicht des Zuges, desto weniger wirkt sich dann das höhere Gewicht im Vergleich zu NMC Zellen aus. Im Eigenbau würd ich wahrscheinlich mit 40kg inkl. DIY Gehäuse, BMS und Kabeln hinkommen.
Naja - ich werde da erstmal wieder auf NMC setzen für die nächsten beiden Selbstbau Akkus. Sollte es irgendwann mal ein Quad mit entsprechender Cargo-Fähigkeit geben, dürften zumindest dort der Antrieb über LiFePO4 Akku eine Idee sein.